wetter.net

Was harmlos startet, wird lebensgefährlich: Donnerstag noch Sonne, Freitag und Samstag mit Orkan, Schneechaos und Glatteis!

​Was dieser Donnerstag plant, ahnt morgens noch niemand … nachts droht Schneechaos und lebensgefährliche Glätte, und Freitag und Samstag steigern sich Sturm, Schneeverwehungen und extreme Glättegefahr zu einem wahren Winterchaos.

Am Donnerstag gerät das Land zunehmend unter den Einfluss einer herannahenden Tiefdruckzone. In den nordöstlichen Tiefländern zeigt sich zeitweise etwas Sonne, es bleibt überwiegend trocken. In den übrigen Regionen dominieren von Beginn an dichte bis geschlossene Wolkenfelder, gebietsweise fällt leichter Schnee.

Ab dem Nachmittag breiten sich aus den südwestlichen Strömungsräumen heraus verbreitet Niederschläge auf die westlichen und südlichen Landesteile aus. Zunächst fällt Schnee, mit einsetzender Warmluftzufuhr geht der Niederschlag allmählich in Regen über.

Örtlich ist gefrierender Regen möglich, wodurch die Glättesituation deutlich verschärft wird. 

Besonders in der Nordhälfte und in östlichen Kaltluftgebieten steigt das Risiko für Schnee, überfrierende Nässe und Eisregen deutlich an. In den südöstlichen Regionen verschärft sich die Lage in der Nacht durch strengen Frost.

Zudem macht sich das sich nähernde Tiefdrucksystem bereits durch auffrischenden Wind bemerkbar: In den nordwestlichen Küstenzonen sowie in exponierten Mittelgebirgslagen treten erste stürmische Böen aus südlicher Richtung auf, in höheren Lagen auch Sturmböen. 

Die Höchstwerte liegen zwischen -6 Grad in den östlichen Kaltluftfeldern und +6 Grad in mild begünstigten südwestlichen Niederungen. 

Donnerstagabend und Nacht zum Freitag – Verschärfung der Lage mit Wintersturm- Achtung: Orkanböen

Mit der Annäherung des Tiefdrucksystems nehmen Wind und Niederschläge markant zu. In tieferen Lagen treten stürmische Böen um 65 km/h auf, in höheren Mittelgebirgslagen schwere Böen um 80 km/h. Auf exponierten Gipfeln sind Spitzen bis Stärke 12 Beaufort möglich.

Ab dem Nachmittag greift verbreiteter Schneefall nach Nordwesten und in die zentrale Landeshälfte über. Innerhalb von sechs Stunden fallen häufig 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee, örtlich mehr.

In Lee-Lagen, besonders im südöstlichen Bergland, sind unwetterartige Schneemengen möglich. In Verbindung mit dem zunehmenden Wind kommt es verbreitet zu Schneeverwehungen und erheblichen Verkehrsbehinderungen.

In der südlichen und mittleren Landeshälfte geht der Schneefall in Regen über. Besonders warnwürdig ist die Übergangsphase mit gefrierendem Regen – Glatteisgefahr bis hin zu Unwetterglatteis. 

Postfrontales Tauwetter startet.

Freitag – Durchzug eines markanten Sturmtiefs 

Ein kräftiges Sturmtief zieht am Freitag über das Land. Dazu ist es stark bewölkt bis bedeckt. 

Diese Wolken sind alles andere als harmlos: Im Norden und Osten fällt Schnee, häufig mit starken Verwehungen.

In höheren Lagen der übrigen Regionen ebenfalls Schnee, in tieferen Lagen zunehmend Regen. Der Wind erreicht verbreitet gefährlich hohe Geschwindigkeiten: 

Stürmische Böen in tiefen Lagen des Südwestens und im Norden, im nördlichen Tiefland aus Osten, sonst aus Südwest Orkanartige Böen an Küsten und in Hochlagen des Schwarzwaldes, exponierte Gipfel bis Orkanböen. Durch Schnee, Verwehungen und Glatteis besteht besonders im Nord- und Bergland hohes Unwetterpotenzial. 

In Staulagen des Berglandes kann es bei Milderung vorübergehend auch zu Dauerregen oder Tauwetter kommen. Die Temperaturen variieren zwischen -6 Grad im Osten und bis 8 Grad in den westlichen Niederungen.

Samstag – Wintersturm mit extremen Schneemengen im Bergland & Whiteout-Gefahr

Am Samstag bleibt das Wetter besonders im Bergland und den Alpen turbulent. Schneefall teils 5–10 cm, in Staulagen lokal mehr, in Schwarzwald und Alpen stellenweise 20–40 cm. Anfangs verbunden mit starken Verwehungen, was Sicht und Verkehr stark beeinträchtigt.

An den Küsten setzt sich der stürmische Ostwind fort, teils mit Böen im stürmischen Bereich. Auch im Binnenland sorgt der kräftige Wind in Verbindung mit Schnee für eingeschränkte Sicht und Schneeverwehungen. Die Temperaturen bleiben winterlich kühl, besonders im Bergland deutlich unter 0 °C, in tieferen Lagen 0 bis +5 Grad. Schnee, Wind und Glätte erhöhen das Risiko für Unfälle und Behinderungen weiter.