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Große Hitzewelle bereits im Mai? Modelle sind sich uneinig!

Bisher ist der Mai deutschlandweit rund ein Grad kälter als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Gerade die in diesem Jahr stark ausgeprägten „Eisheiligen" ließen dies auch deutlich spüren, denn im Bergland fiel sogar noch einmal etwas Schnee und auch sonst war es sehr frisch. Nun könnte sich allerdings bereits die erste richtige Hitzewelle des Jahres anbahnen. Einige Modelle rechnen zum Wochenende mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke.

Große Wetterumstellung ab Donnerstag

Heute und auch morgen bleibt uns zunächst noch das wechselhafte Schauerwetter erhalten, wobei die Temperaturen bereits langsam wieder in Richtung 20 Grad steigen. Am Donnerstag stellt sich die Großwetterlage in Mitteleuropa schließlich grundlegend um: Ein neues Hochdruckgebiet baut sich mit seinem Zentrum genau über uns auf und sorgt für sehr sonniges und verbreitet trockenes Wetter. Schauer treten dann kaum noch auf. Die Temperaturen steigen zudem auf 16 Grad an der Ostsee und bis zu 24 Grad am Oberrhein. Auch an den darauffolgenden Tagen bleibt das Hoch fast unverändert über Mitteleuropa liegen, sodass es weiterhin sehr sonnig bleibt. Dazu steigt das Thermometer am Freitag entlang des Rheins auf bis zu 27 Grad, während in den übrigen Landesteilen meist zwischen 20 und 25 Grad erreicht werden.

Knacken wir am Wochenende die 30 Grad? Modelle wollen den Sommer!

Am Samstag ist es aufgrund des Hochs über uns weiterhin sehr sonnig. Allerdings können sich zum Abend im Nordwesten einzelne Schauer oder Gewitter bilden, da es tagsüber sehr warm ist und im Norden der Keil eines Nordseetiefs zu uns herüberschwappt. Dazu liegen die Höchstwerte an den Küsten bei rund 20 Grad und im Ruhrgebiet bei bis zu 29 Grad.

Die weitere Wetterentwicklung ist noch nicht eindeutig: Einige Wettermodelle rechnen mit einer mehrtägigen, ausgeprägteren Hitzewelle, während andere direkt wieder eine Abkühlung auf ein durchschnittliches Temperaturniveau für die aktuelle Jahreszeit sehen. Am Sonntag und auch am Montag bleibt es nach derzeitigem Stand wohl noch sehr warm bis heiß. Vor allem in der Südhälfte könnten dann in den tieferen Lagen erstmals die 30 Grad erreicht werden. In den meisten Regionen steigt das Thermometer auf 24 bis 28 Grad, während es im Norden mit 21 bis 25 Grad etwas kühler bleibt.

Dazu kann es insbesondere am Sonntag am Rande eines kleinen Tiefs über Polen zu heftigen Schauern und Gewittern kommen, die sich am Abend intensivieren. Zum Start in die nächste Woche setzt sich allerdings schnell wieder trockenes Hochdruckwetter durch. Am Dienstag berechnen einige Modelle den Höhepunkt der Hitze mit bis zu 32 Grad entlang des Oberrheins sowie 27 bis 30 Grad in der gesamten Südwesthälfte. Im Norden bleibt es mit Werten um die 25 Grad etwas gemäßigter. Ab kommendem Mittwoch sollen die Temperaturen schließlich wieder überall auf 20 bis 25 Grad zurückgehen.

Eine ausgeprägte Hitzewelle ist derzeit also noch nicht wirklich in Sicht. Während es in der Südwesthälfte durchaus den ein oder anderen Hitzetag mit Höchsttemperaturen um die 30 Grad geben kann, wird es vielerorts eher bei 25 bis 28 Grad bleiben. Ein kühler Nordwind könnte in der kommenden Woche zudem schnell wieder für eine Abkühlung sorgen. Fest steht jedoch: Das bevorstehende Wochenende wird das bislang wärmste des Jahres werden.