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Ausgedörrte Wälder: Waldbrandgefahr klettert auf die höchste Warnstufe

Nach einem trockenen Winter, einem zu warmen Frühjahr und gleich mehreren Hitzewellen sind Deutschlands Wälder staubtrocken. Im Südwesten meldet der Deutsche Wetterdienst regional bereits die höchste Waldbrandwarnstufe 5, erste Brände lodern – und die nächste Hitze steht schon vor der Tür. Wie brenzlig die Lage wirklich ist.

​Staubtrockene Böden bis in die Tiefe

Die Bilanz der vergangenen Monate ist ernüchternd: zu trocken, zu warm, kaum Regen. Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums UFZ zeigt, dass der Gesamtboden bis in rund zwei Meter Tiefe deutlich trockener ist als im Vorjahr – Folge einer langen Phase mit unterdurchschnittlichem Niederschlag. Besonders der Südwesten leidet unter der anhaltenden Trockenheit. Genau hier klettert der Waldbrandgefahrenindex des DWD regional auf die höchste Stufe 5, während weite Teile des Landes in den oberen Warnbereich rutschen.

​Erste Wälder brennen bereits

Die Gefahr ist längst real. Schon Ende Juni loderte in der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg erneut ein Waldbrand – nur ein Jahr nach dem größten Feuer seit Jahrzehnten an gleicher Stelle. Rund 16 Hektar brannten, mehr als 200 Einsatzkräfte und zwei Löschhubschrauber kämpften gegen die Flammen. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch den munitionsbelasteten Boden des früheren Truppenübungsplatzes. Auch aus Rheinland-Pfalz, etwa bei Traisen, wurden erste Brände gemeldet.

​Keine Entspannung in Sicht – der Mensch als Risiko

Ergiebiger Regen, der die Lage entschärfen würde, ist kaum in Sicht. Die Wettermodelle deuten für die zweite Julihälfte auf eine dritte Hitzewelle hin, entlang des Rheingrabens sind bis zu 38 Grad möglich – gerade der trockene Westen bleibt beim Niederschlag außen vor. Dabei ist der größte Risikofaktor oft der Mensch: Laut Umweltbundesamt ging 2024 rund ein Viertel aller Waldbrände auf Fahrlässigkeit zurück. Der WWF rät dringend, im Wald nicht zu rauchen, keine Feuer zu entzünden und Gebiete der Warnstufen 4 und 5 zu meiden.