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Kühler November mit Frühwinterepisoden
Die Temperaturen lagen in diesem Monat, dem Oktober 2016, erstmals seit dem Oktober 2015 wieder einmal unter den langjährigen Erwartungswerten des Referenzzeitraums 1961 bis 1990. Knüpft der November daran nahtlos an?Der Oktober 2016 tritt temperaturtechnisch in die Fußstapfen seines Bruders aus dem Vorjahr. Allerdings war es im Vorjahr trockener und sonniger gewesen als diesmal.
Bei Vergleichen mit langjährigen Mittelwerten, kann der Vergleichszeitraum entscheidend sein. Zieht man den letzten 30-Jahres-Zeitraum 1981 bis 2010 heran, so sprechen wir über rund 0,8 bis 1 Grad erhöhte Durchschnittswerte, so dass bei kleineren Abweichungen die Vorzeichen gegenüber dem Erwartungswert durchaus wechseln können. So zeigten sich der März und April dieses Jahres im Vergleich zur Referenzperiode um jeweils 0,6 Grad zu warm. Legt man jedoch die aktuellste Vergleichsperiode zugrunde, so dreht sich das Vorzeichen, die beiden Monate waren dann jeweils um 0,3 Grad zu kalt.
Nachdem schon der September sich sehr gegensätzlich zu seinem Pendant im Vorjahr verhielt und überaus warm war, dürfte nun auch der November 2016 gänzlich andere Akzente in punkto Temperaturen setzen als der November 2015. Standen für den November 2015 am Ende satte 3,5 Grad Wärmeüberschuss zu Buche, so wird in diesem Jahr von einem Wärmeplus im November kaum die Rede sein können, im Gegenteil. Ein kleines Temperaturminus gilt nach derzeitigem Stand aufgrund von Druckverteilung und Witterungsverlauf als wahrscheinlich.
Ob dann pünktlich zum Beginn des meteorologischen Winters der Winter sein Pulver schon weitgehend verschossen hat und wieder eine längere Serie zu milder oder gar deutlich zu milder Monate folgt, muss noch abgewartet werden. Die Mittelfristberechnungen aus den USA legen genau das jedenfalls seit Monaten nahe, so das Team von wetter.net.